Schmerztherapie bei gutartigen Erkrankungen

Nicht nur im Kampf gegen bösartige Tumoren kommen Strahlen zum Einsatz. Auch eine Reihe gutartiger, wie chronisch-entzündlicher Erkrankungen des Bewegungsapparats, können hervorragend mit Röntgenreiz­bestrahlung behandelt werden. Diese degenerativen und hyperproliferativen Erkrankungen beeinträchtigen in vielen Fällen die Lebensqualität der Patienten erheblich. Berufstätige Menschen werden nicht selten arbeitsunfähig.

Schon im Jahre 1898 erkannte man die schmerzlindernde Wirkung von Röntgenstrahlen bei Gelenkschmerzen. Durch eine sehr niedrig dosierte Strahlen­behandlung, die etwa 5 Prozent der Behandlungs­dosen von Tumor­erkrankungen beträgt, können die Reizzustände an den Sehnenscheiden und Gelenken beruhigt und bei 60-80 Prozent der Patienten eine Schmerzlinderung oder sogar einen vollständigen Rückgang der Schmerzen erzielen. Im Allgemeinen werden dafür sechs Behandlungssitzungen innerhalb von zwei Wochen benötigt.

Behandlungsspektrum:

  • schmerzhafte Erkrankungen der Sehnen oder Gelenke
  • Fersensporne
  • Achillessehnenreizungen
  • Tennisellenbogen
  • Schultersyndrome
  • aktivierte Arthrosen an den großen oder kleinen Gelenken des Körpers
  • Morbus Dupuytren
  • Morbus Ledderhose

Hinzu kommt die Schmerztherapie bei sämtlichen Tumorarten sowie die Palliative Bestrahlung bei Metastasen.